CAD-Dateiformate verständlich erklärt

Unter Dateiformat versteht man die Erweiterung eines Dateinamens. Jede Datei trägt am Ende ihres Namens eine Endung, z.B. zeichnung1.dwg, modell.step oder plan.pdf. Diese Endung steht für das Dateiformat. Sie zeigt an, in welcher Form die Daten gespeichert sind. Und sie verrät, welches Programm die Datei öffnen kann.

Im CAD treffen viele solcher Formate aufeinander. Der Grund ist einfach. Jedes Programm bringt eigene Formate mit. Jeder Hersteller hat über die Jahre seine eigenen entwickelt. Dazu kommen Formate für die Weitergabe an andere Programme oder an Maschinen.

Welches Format das richtige ist, hängt vom Zweck ab. Hier sind einige wichtige Formate aus der CAD-Praxis verständlich erklärt.

Was ist eine STEP-Datei – und wozu wird sie in der CAD-Praxis verwendet?

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Programmeigene Formate und Austauschformate

Grob lassen sich zwei Arten unterscheiden. Programmeigene Formate gehören zu einem bestimmten Programm. In ihnen wird gezeichnet und konstruiert. Sie halten alle Informationen für die weitere Bearbeitung bereit. Austauschformate sind für die Weitergabe gedacht. Sie geben das Ergebnis an ein anderes Programm oder an eine Maschine weiter. Ein Teil der Bearbeitungstiefe geht dabei oft verloren.

Das Format folgt dem Zweck

Austauschformate erfüllen sehr unterschiedliche Aufgaben. Ein PDF eignet sich für die Archivierung und den Ausdruck auf Papier. Eine STEP-Datei geht an die Fertigung, etwa an eine Werkstatt oder eine Online-Plattform. Für den 3D-Druck gibt es wieder eigene Formate. Daneben gibt es Bildformate für Fotos und Vorschauen. Tabellenformate wie CSV oder XLS transportieren reine Daten ohne Geometrie.

Formate sind Schnittstellen zu Maschinen

Hinter vielen Formaten steht eine Maschine. Ein 3D-Drucker braucht die Geometrie anders aufbereitet als ein Laserschneider oder eine CNC-Fräse. Auch ein Plotter oder ein normaler Drucker ist ein solches Ziel. Das Format ist die Sprache zwischen der Zeichnung und dem Gerät.

Auch Geräte liefern Daten ins CAD

Formate fließen nicht nur nach außen. Manche Geräte liefern Daten in die Zeichnung hinein. Ein Vermessungsgerät auf der Baustelle erzeugt Messpunkte in einem eigenen Format. Auch diese Daten brauchen den passenden Weg ins CAD.

Dateiendungen unter Windows sichtbar machen

Unter Windows ist die Dateiendung oft ausgeblendet. Dann ist nur der Name zu sehen, nicht das Format. Im Datei-Explorer lässt sich das umstellen. Über die Ansicht und die Option für Dateinamenerweiterungen erscheint die Endung wieder. In der Detailansicht zeigt zusätzlich eine eigene Spalte den Dateityp.

FAQ

Was ist ein Dateiformat?

Ein Dateiformat legt fest, wie Daten in einer Datei gespeichert sind. Erkennbar ist es an der Endung hinter dem Punkt im Dateinamen. Sie zeigt an, welches Programm die Datei öffnen kann.
Jedes Programm und jeder Hersteller bringt eigene Formate mit. Dazu kommen Formate für die Weitergabe an andere Programme oder an Maschinen. Welches Format passt, richtet sich nach dem Zweck.
Ein programmeigenes Format gehört zu einem bestimmten Programm. Darin wird gearbeitet, und es hält alle Informationen für die Bearbeitung. Ein Austauschformat ist für die Weitergabe gedacht. Es bewahrt das Ergebnis, gibt aber einen Teil der Bearbeitungstiefe ab.
Das Format richtet sich nach dem Ziel. Für Archivierung und Druck eignet sich ein PDF. Für die Fertigung ist STEP der übliche Weg. Für den 3D-Druck gibt es eigene Formate. So ist das Format die Schnittstelle zwischen der Zeichnung und dem Programm oder der Maschine.